Das Werkzeug ist wieder ausgepackt. Diesen Herbst beginnen wir mit der Restaurierung des unteren Hauses von Podere L’Aquila, und wir schreiben laufend darüber: über die guten Tage, die staubigen und über alles, was wir hinter den Mauern finden. Bevor es losgeht, möchten wir Ihnen zeigen, was wir schon hinter uns haben. Das obere Haus ist ein Steinhaus im Chianti, rund zweihundert Jahre alt. Es wieder zum Leben zu erwecken, hat 2024 sieben Monate Hauptarbeiten gekostet, dazu einige Arbeiten, die wir unterwegs noch ergänzt haben, ein großartiges italienisches Handwerkerteam und eine ordentliche Portion Geduld.
Ein Haus mit Vergangenheit
Als wir es im Mai 2023 zum ersten Mal sahen, war deutlich zu spüren, dass dieses Haus einmal geliebt und dann sehr lange sich selbst überlassen worden war. Der Garten hatte den Weg zur Tür verschluckt. Eine Glyzinie hatte sich um alles gerankt, was stillstand. Drinnen: schwere dunkle Möbel, Cotto-Böden, abgetreten von Generationen, eine kleine Küche mit einem Spitzbogenfenster und über allem ein Dachboden mit alten Balken und noch älteren Leitungen.
Aber die Steine waren gut, die Balken solide, und von der Terrasse öffnete sich das Tal bis hinüber nach Siena. Wir wussten, was wir wollten, noch bevor wir wussten, wie: so wenig wie möglich verändern und alles in Ordnung bringen.
Glück mit den Menschen
Wer in einem fremden Land ein altes Haus restauriert, steht vor einer einzigen Frage: Wem vertraut man? Wir hatten Glück. Das Team, das im April 2024 die Arbeit am Haus übernahm, behandelte es wie sein eigenes und wusste Dinge, von denen wir als Polen keine Ahnung hatten.
Das beste Beispiel steht auf dem Dach. Tiziano, der die Arbeiten leitete, riet uns, das Wasser mit einem Sonnenkollektor zu erwärmen. Wir sahen uns an. In Polen würde das niemand, den wir kennen, so machen; dafür gibt es zu wenige Sonnentage. Tiziano musste nicht lange überlegen. Das hier ist die Toskana, die Sonne scheint fast das ganze Jahr, also heizt die Sonne das Wasser. Heute beginnt jede heiße Dusche im oberen Haus auf diesem Dach.
So war Tiziano die ganze Zeit: praktisch, ruhig und öfter im Recht, als wir zugeben möchten. Wenn Sie gerade dabei sind, ein Haus in der Toskana zu restaurieren, und Menschen suchen, denen es so viel bedeutet wie Ihnen, schreiben Sie uns. Wir stellen gern den Kontakt her.
Sieben Monate Lärm
Wir wollen nicht so tun, als wäre es ruhig gewesen. Der alte Cotto kam Fliese für Fliese heraus, die Wände wurden für neue Stromleitungen und Rohre geöffnet, neue Trennwände entstanden, frischer Estrich wurde gegossen. Von April bis Oktober 2024 hörte der ganze Weiler jeden Bohrer und jeden Hammerschlag. Allen, die damit leben mussten: Danke für Ihre Geduld.
Und doch veränderte sich das Haus von Woche zu Woche. Im Oktober 2024 standen die Räume sauber und leer da, die alten Balken gereinigt und sichtbar gelassen, bereit für Möbel, Vorhänge und Menschen.
Dann ging es uns, wie es jedem geht, der schon einmal ein Haus renoviert hat: Die Liste wurde immer länger. Die Außenmauern kamen an die Reihe. Und ein Stromgenerator, der wichtiger ist, als man denkt, wenn man so abgelegen wohnt: Am Ende eines langen Weges durch den Wald läuft das Haus weiter, auch wenn der Strom ausfällt. Die letzten Arbeiten wurden im Frühjahr 2025 abgeschlossen.
Modern, wo es darauf ankommt, alt überall sonst
Das meiste, was das Haus heute komfortabel macht, sieht man nicht: die Leitungen, die Rohre, das auf dem Dach erwärmte Wasser, den Generator, der auf das nächste Gewitter wartet. Was man sieht, war schon vor uns da. Der Ziegelbogen über der Feuerstelle in der Küche. Dieselben dunklen Balken über den Schlafzimmern, auch über dem, das früher ein staubiger Dachboden war. Dieselben Ziegelpfeiler auf der Terrasse, jetzt mit Geranien, und derselbe Blick Richtung Siena.
Zweihundert Jahre alt, und es funktioniert wie ein Haus, das gestern gebaut wurde. Genau darum ging es.
Wie es weitergeht
Jetzt ist das untere Haus an der Reihe, und wir machen es genauso: behalten, was alt und gut ist, reparieren, was es nicht ist, und ein Zuhause daraus machen, in dem man gern lebt. Verfolgen Sie es hier und auf Instagram.
Und wie wir das obere Haus überhaupt gefunden haben? Diese Geschichte verdient einen eigenen Beitrag. Er kommt bald.

